Tataaa! Das Jahr 2018 geht zu Ende. Und damit das Startjahr von The Howling Men. Also schauen wir mal schnell noch zurück auf ein, zwei, viele persönliche Nerd-Highlights – und wünschen natürlich einen guten Start ins Jahr 2019!

Wer hätte das gedacht – nämlich dass wir so lange durchhalten? Da waren wir uns selbst nicht ganz sicher. Nach zweiwöchiger Vorbereitung haben wir The Howling Men im Juli einfach mal ins World Wide Web geschmissen und gesehen, was passiert. Vor allem wollten wir sehen, ob wir den Schwung und die Euphorie, die jedem Anfang innewohnen, über die Monate retten können. Nun neigt sich das Jahr 2018 dem Ende zu, und wir können sagen: Ja, bis hier war´s nicht schlecht. Zumindest für uns. Und wir hoffen, auch für euch. Für ein reines Feierabend-Projekt kann sich das auch sehen lassen: Wir sind mit Tom Cruise über Paris abgesprungen, sind für John Williams nach London geflogen. Wir waren Per Anhalter durch die Nacht unterwegs, haben uns ans erste Mal mit John McClane erinnert. Und wir haben Yoga im Selbstversuch überlebt – und sogar Aronofskys Mother! Allerdings nur im Doppel.

Grund genug, allen stillen und aktiven Lesern hier auf dem Blog sowie auf diversen Plattformen danke zu sagen und einen erfolgreichen Start in ein gesundes und schönes 2019 zu wünschen.

Krach! Bumm! Peng! Das war’s, 2018. Herzlich willkommen 2019! Mal schauen was du so bringst.
Frank – Warum macht ihr eigentlich keinen Blog?

Der denkwürdigste Satz 2018 stammt von meiner Frau: „Warum macht ihr eigentlich keinen Blog?“, fragt sie mich irgendwann im Juni. Denn sie weiß: David und ich verhalten uns nur ungern erwachsen und schreiben seit Jahren viel zu viel in irgendwelchen Internetforen über unser Hobby. Warum den ganzen Kram nicht auf eine eigene Plattform schaufeln und ein bisschen herumspielen? Also starten wir etwa 20 Jahre später als alle anderen ins Web, denn Foren und Blogs zählen heute zu den digitalen Dinosauriern. Egal, wir haben da jetzt Bock drauf.

Übrigens praktisch, dass ich gerade die Twilight Zone-Blu-ray-Box gekauft habe und just die Folge „The Howling Man“ (Singular!) schaue, als ich mit David über einen (un-)sinnigen Namen für den Blog rätsle. Im Nachhinein eine doofe Idee, denn Google hat den Titel der Twilight Zone-Folge bislang noch lieber als „The Howling Men“ (Plural!). Naja, wir arbeiten daran.

Das Jahr 2018, das ist für mich mit Blick aufs Kino vor allem Solo, also der Star Wars-Film. Ich bin ehrlich: Ich wollte den Film nicht. Han Solo ist Harrison Ford. Punkt. Und jeder halbwegs intelligente Drehbuchautor weiß: Man sollte nicht jeder Filmfigur eine Vorgeschichte spendieren. Erst recht nicht dem archetypischen Loner aus dem Western, auf dem Han Solo basiert. Man stelle sich ein Prequel zu Clint Eastwoods Charakter aus Eine Handvoll Dollar vor, besetzt mit Logan Lerman oder so. Über dem Projekt prangt nur ein Wort in großen Lettern: Geldscheffelei.

Und verdammt, dann gefällt mir der Film auch noch. Ein netter Heist-Film im Sci-Fi-Gewand mit etwas Western- und Abenteuer-Feeling. Aber ich bin ja auch ein Fan von Ron Howard. Der hatte vor genau 30 Jahren den Fantasyfilm Willow gedreht, seitdem fresse ich alles, was der Mann mir vorsetzt. Und dann kriegt das Ding noch so einen tollen Score von John Powell und John Williams. Kurzum: Scheiß (Pardon!) Projekt, toller Film. Ja, ich weiß, ich bin schizophren. Und ich auch.

Musikalisch ist das alte Jahr für mich mit zwei Namen verbunden: Zum einen John Hiatt. Aber darüber habe ich hier auf dem Blog schon genug geschrieben, deshalb erspare ich mir das an dieser Stelle. Zum anderen Peter Gabriel. Ja, es ist eine schöne Tradition, dass ich jedes Jahr einen Sänger oder eine Band aus den 80ern wiederentdecke. Und seit Monaten sind bei mir das Album sowie die Clips zu seiner Secret World-Tour von 1993 auf Rotation. Der Mann ist ein verdammtes Genie. Diese Songs, diese Stimme.

Bringt mich übrigens drauf, mir dieses Jahr auch die Alben von Paula Cole zu kaufen, die mit ihm die Tour bestritten hatte, Ane Brun zu entdecken, die bei der New Blood-Tour dabei war, und wieder die alten (also die ganz alten) Alben von Genesis rauszukramen. Früher war nicht zwingend alles besser, aber dieses Jahr schafft es kein Album öfter in den Player und wird häufiger von mir gestreamt. Nur so am Rande – Paula Cole in einem schmal geschnittenen Kleid mit Doc Martens… Die 90er waren doch irgendwie toll.

Apropos Willow: Das bringt mich zu zwei, drei Sachen, die es im alten Jahr nicht mehr auf den Blog geschafft haben, obwohl ich sie fest angedacht hatte. Deshalb im Schnelldurchlauf:

  1. Willow: Wie Stirb langsam feierte auch der Fantasy-Streifen aus der Feder von George Lucas in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Mit dem Film sind viele persönliche Erinnerungen aus dem Jahr 1988 sowie den folgenden Jahren und Jahrzehnten verbunden. Außerdem zeigte der Film: Herr der Ringe in Peter Jackson-Optik gab es schon vorher. Und der Film war nicht ganz unbeteiligt an der digitalen Revolution im Kino. Zudem: James Horner, Warwick Davis, Val Kilmer, Nelwins, Fahrt des Helden etc. Mehr dazu später, denn Willow werde ich als guten Vorsatz mit ins neue Jahr nehmen, der Film ist auch nach 31 Jahren genauso gut.
  2. Nerina Pallot: Wer? Singer-Songwriter aus London. Manche kennen sie vielleicht, weil sie mal bei Voice of Germany in der Jury saß. Ich höre die Musik der Dame allerdings schon viel länger und halte ihr die Treue. Wunderschöner Power-Pop, zu dem man sich auch einfach mal bekennen darf. Anlass zur Vorstellung wäre im alten Jahr das EP-Bundle gewesen, das Pallot auf ihrer Website anbietet und mit dem mich meine Frau überrascht hatte. Interessantes Projekt: Die Musikerin hatte 2014 jeden Monat eine EP mit je fünf Songs aufgenommen. Dabei sind schöne Sachen rausgekommen.
  3. Kommissar Maigret: Und zwar in Gestalt von Rowan Atkinson. Ich weiß, ich weiß, sonderlich aktuell wäre ich damit nicht gewesen. Aber wie geschrieben: Der Blog ist ein Feierabend-Projekt. Und persönlich. Also stellen wir die Sachen vor, wie wir sie schauen. Und mit Atkinson in der so ungewohnt ernsten wie verschmitzten Rolle sowie den heimelig-spannenden Kriminalfällen von Georges Simenon hatte ich viel Spaß.

So, für dieses Jahr bin ich damit raus. Ich wünsche einen erfolgreichen Start ins Jahr 2019. Als guten Vorsatz fürs alte Jahr gehe ich jetzt noch mal ins Fitness-Studio und übergebe an David:

David – Warum eigentlich nicht?

Während 2018 nun in den letzten Züge liegt, wird es Zeit zurückzuschauen. Es tut mir fast leid, aber im Vergleich zu einigen Jahren davor war 2018 in Bezug auf die Popkultur für mich recht unspektakulär. Nichtsdestotrotz konnte ich ein paar Highlights ausmachen, die mein Nerd-Herz dieses Jahr höher schlagen ließen.

Musikalisch war es im Mai die Veröffentlichung des Jerome Moross-Soundtracks zu Valley of Gwangi. Dieses Dino vs. Cowboy-B-Movie hatte mich schon als Kind begeistert und tut es auch heute noch. Ich meine, Cowboys jagen Dinosaurier, besser geht es doch nicht, oder? Genau, geht nicht besser. Nachdem lange Zeit nur einzelne Tracks auf einem Best-of erhältlich waren, veröffentlichte Intrada endlich den Score in einem angemessenen Paket. Die fantastische Musik auf CD in den Händen zu halten, war schon besonders.

Ebenso begeistert war ich von der Blu-Ray-Veröffentlichung der Batman Animated Series. Natürlich wurde für Deutschland keine Version geplant. Gibt hier ja auch keine Batman-Fans, also lässt man es einfach. Allerdings war auf den europäischen Versionen deutscher Ton angegeben. Sollte das Glück doch mit den teutonischen Fans sein? Nö, sollte es nicht. Das Cover versprach mehr, als es halten konnte. Aber nach anfänglicher Enttäuschung kam dann doch die Euphorie wieder. Der fehlende deutsche Ton ist ein kleiner Wermutstropfen, aber die Qualität der Serie ist über diesen Makel erhaben. Ganz ehrlich, die Animated Series ist wohl die beste bewegte Darstellung des dunklen Ritters aller Zeiten.

Bleiben wir bei DC, denn die Comicmacher schafften im ausgehenden Jahr noch ein weiteres Highlight. Gerne totgesagt und schlechtgeredet, aber das DC Expanded Universe hält sich. Und das wird es wohl auch noch eine zeitlang so beibehalten. Denn Aquaman stürmt gerade die Kinocharts und scheint sich zum erfolgreichsten Titel des strauchelnden DCEU zu mausern. Wer jahrzehntelang als ausgenudelter Witz herhalten muss, hat es auch mal verdient, im Rampenlicht zu stehen. Absolut berechtigt in meinen Augen. Trotz einiger Schwachpunkte macht der Film einfach nur Spaß. High-Concept B-Movie at its best. Doch dazu werde ich im neuen Jahr noch etwas ausführlicher Stellung nehmen.

So hoffe ich dann einfach mal, dass 2019 auch solche Highlights bereit hält. Und auch wenn es so wird wie 2018, dann ist es immer noch besser als ein mieses Jahr. In dem Sinne: frohes Neues!

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