So, Kinder, ein paar Mal werden wir noch wach, heißa, dann ist… nein, nicht Weihnachts-, sondern The Rise of Skywalker-Tag*. Auch wenn wir dem neuen Film skeptisch entgegen sehen, Star Wars gehört zum Fest inzwischen irgendwie dazu. Zeit für den neuen Lego-Adventskalender zum Thema Star Wars.

Huch, ist es wieder soweit? Wir haben den 1. Advent! Erschreckend! Gefühlt ist es erst gestern gewesen, dass wir den Lego-Star Wars-Adventskalender des vergangenen Jahres vorgestellt haben, und nun ist der nächste Heiligabend schon wieder in greifbarer Nähe. Tja, nach dem Spiel ist vor dem Spiel oder so ähnlich. Wir hatten mal kurz überlegt, ob wir auch den diesjährigen Kalender vorstellen oder die Tage zum Geschenke-Overkill mit den Drei ??? oder Harry Potter herunterzählen. Aber nein, wieso sollte man mit Traditionen brechen? Auch wenn Star Wars heutzutage voll auf der Disney-Marketing-Schiene fährt, wir sind Generation Star Wars und werden immer ein Herz für die Sternenkriegs-Saga haben. Also, hier ist er: der Lego-Adventskalender 2019. Tag für Tag.

Lego-Adventskalender
Spoiler-Alarm: Man mag sich fragen, was für Überraschungen ein Adventskalender parat halten kann, wenn er seinen Inhalt schon auf der Verpackung verrät. Aber egal, es ist ja ein Lego-Adventskalender, also gibt es auch noch was zum Basteln. Auf, auf, mit Plastik-Spritzguss in die Weihnachtszeit!

Ach, übrigens, bei aller Vorab-Meckerei und trotz geringer Erwartungen werde ich wohl doch pünktlich am 18. Dezember in der Vorpremiere von The Rise of Skywalker sitzen. Die neue Trilogie, die dann nach nur vier Jahren ihren Abschluss finden wird, wirkt auf mich zwar bereits seit dem Start recht vertan. Doch dazu zu gegebener Zeit mehr. Ja, auch das wird meine Vorweihnachtszeit bestimmen: Das Erwachen der Macht und Die letzten Jedi noch mal zur Auffrischung schauen. Beide habe ich seit der Kinosichtung nicht mehr gesehen.

Der 1. Dezember – 1. Advent

Zunächst einmal: Allen Mitlesern einen schönen ersten Advent! Was hat denn heute hinter dem ersten Türchen des Lego-Adventskalenders gewartet? Ein Sternzerstörer, unzweifelhaft. Aber was für einer? Nun, würden wir uns noch in den 90ern befinden, würde ich sagen: Einfach! Das ist ein Interdictor. Also einer dieser Sternzerstörer des Imperiums, die Schiffe aus dem Hyperraum ziehen können. Aber ich gebe zu: Dann müssten einige Gravitationsprojektoren auf der Unterseite wenigstens angedeutet sein. Da wir uns aber zur Zeit der Sequel-Trilogie befinden, würde ich folgern, dass uns Disney da ein Schlachtschiff der Ersten Ordnung in den Kalender gepackt hat. Die sehen normalerweise zwar auch breiter aus mit einer größeren Antriebsphalanx, aber bei so wenigen Steinchen muss man wohl Abstriche machen. Sternzerstörer gleich welcher Art sind übrigens ein beliebtes Modell in den Adventskalendern.

Lego-Adventskalender: Sternzerstörer der Ersten Ordnung.
Spitz, kompakt, gut… dachte sich schon das Imperium und denkt sich wohl auch die Erste Ordnung, schließlich halten die neuen Star Wars-Bösewichte bei ihrem Treiben an alten Designs fest. Naja, haben die Fans immerhin was zum Wiedererkennen.
2. Dezember

Eine Motte? Nein, nicht ganz. Was in Miniaturform beinahe wie ein schlecht gelauntes Insekt aussieht, ist eigentlich Kylo Rens Command Shuttle aus dem Film Die letzten Jedi. Vielleicht erinnert sich jemand: Der ebenfalls schlecht gelaunte Nachwuchs-Sith Kylo Ren hat in diesem Fluggerät die etwas sehr einseitige „Schlacht“ auf dem Salzplaneten Crait angeführt und die Resistance bis auf eine Handvoll Leutchen ausradiert. Soll ich jetzt davon anfangen, dass Crait eigentlich nur eine Kopie des Eisplaneten Hoth aus Das Imperium schlägt zurück war? Dass der Flug des Rasenden Falken so wirkte wie der Flug des selben Raumschiffs durch das Innere des Todessterns in Die Rückkehr der Jedi-Ritter? Oder dass zu einer Schlacht auch irgendwie zwei Seiten gehören und es wenig spannend ist dabei zuzusehen, wie eine Seite lediglich zusammengeschossen wird? Ach, wir wollten ja nicht meckern auf dem Blog. Also machen wir es kurz: nettes kleines Modell aus dem Lego-Adventskalender.

Lego-Adventskalender: Kylo Ren Command Shuttle
Es grünt so grün, wenn… naja, wenn Kylo Ren in die Schlacht fliegt. Im Lego-Adventskalender wartete heute sein Command Shuttle aus dem Film Die letzten Jedi.
3. Dezember

Geschichte wiederholt sich bekanntlich – das sorgt für eine gewisse Kontinuität. Der gemeine Sturmtruppler ist im Star Wars-Universum das beste Beispiel: Imperator Palpatine mag geschlagen gewesen sein, doch das Imperium besteht als Erste Ordnung fort und stellt eben diese durch einen scheinbar endlosen Vorrat an Soldaten in weißen Rüstungen sicher. Für die Sequel-Trilogie, die Jahrzehnte nach Rückkehr der Jedi-Ritter spielt, wurde die Rüstung der Sturmtruppen leicht modifiziert bzw. modernisiert. Das betrifft insbesondere das „Lächeln“ auf den Helmen. Was der Lego-Adventskalender übrigens nicht verrät: Eine unbestimmte Menge an Sturmtrupplern wurde bereits im Kindesalter von der Ersten Ordnung verpflichtet, mit Seriennummern versehen und zur Loyalität erzogen. Ein BWL-Studium ist auch nicht besser. Bei Sturmtruppler FN-2187 hat das aber anscheinend wenig gebracht, denn der hilft unter dem Namen Finn den Rebellen, äh, der Resistance.

Lego-Adventskalender: Sturmtruppler der Ersten Ordnung
Disco, Disco! Der Vorteil einer weißen Rüstung besteht ja darin: Man kann sie bunt anstrahlen. Die Farbe Lila hat in der Star Wars-Saga sowieso eine Vergangenheit, immerhin leuchtete Mace Windus Laserschwert so wie dieser kleine tapfere Sturmtruppler.
4. Dezember

Tja, ähm… also… äh… Peng, Peng? Mehr fällt mir zum heutigen Gimmick aus dem Lego-Adventskalender leider nicht ein. Ok, wir hatten ja schon im vergangenen Jahr dezent bemerkt, dass in den Kalendern an manchen Tagen auch so mancher Rohrkrepierer wartet. Hinter dem vierten Türchen war es nun so weit:  Es gab einen Blaster. Einen Stormtrooper-Blaster. Das passt vielleicht thematisch zum gestrigen Stormtrooper, aber ein Kribbeln löst das auch nicht gerade aus. Zumal das gute Stück in seinen Proportionen nicht zu dem Männchen in der Rüstung passt. Anyway, erfahrungsgemäß wird das nicht der letzt „Filler“ im Reigen gewesen sein. In diesem Sinne: Bis morgen!

Lego-Adventskalender Blaster
Kein Spaziergang ohne Blaster! Was ein braver Stormtrooper ist, der hat sein Schießeisen überall dabei. Auch beim nächtlichen Ausflug. Viel mehr gibt es zu dem Stück auch nicht zu sagen…
5. Dezember

Black One im Anflug! Der X-Wing von Poe Dameron war heute im Lego-Adventskalender und zeigt: Na, bitte, es geht doch! Für die wenigen Steinchen ist das ein nettes Modell geworden. Innerhalb des Star Wars-Universums handelt es sich bei dem X-Wing übrigens um eine dezente Weiterentwicklung des bekannten Sternenjägers mit dem Modell-Kürzel T-70. Im Film Die letzten Jedi wurde es von Kylo Ren mit dessen TIE Silencer zerstört. Außerhalb des Star Wars-Universums wiederum zeigt es, dass Lucasfilm wirklich alles getan hatte, um den Fans nach den Prequels was Bekanntes zu bieten – und die markanten X-Wings boten sich da ganz offensichtlich an. Was natürlich die Frage aufwirft, was sich in den 30 Jahren seit Rückkehr der Jedi-Ritter technisch so getan hat oder auch nicht. Egal, hübscher kleiner Flieger, morgen mehr.

Lego-Adventskalender Black One
Aufnahme im Gegenlicht: Die Perspektive – hier nur sehr laienhaft umgesetzt – hat Tradition bei George Lucas im Speziellen und bei Star Wars im Besonderen. Bereits im THX 1138 ging es damit los, und in Das Erwachen der Macht gab es einen markanten Shot von TIE Fightern vor einer großen Sonnenkugel.
6. Dezember – Nikolaus

Na, ausgerechnet für den Nikolaus-Tag hätte man sich aber etwas Hübscheres wünschen können. Das heutige Modell ist zwar entfernt als Truppentransporter der Resistance aus Das Erwachen der Macht zu identifizieren. Aber so reduziert auf ein paar Klötzchen, sieht das Ganze auch eher wie… naja, wie eine Anhäufung von Klötzchen aus. Das Design des Transporters selbst ist ja nicht verkehrt. Die Macher des Films, in diesem Fall Art Director Kevin Jenkins, hatten sich von einem Helikopter des Modells Boeing CH-47 Chinook inspirieren lassen: Sie nahmen den Rumpf des Helikopters, drehten ihn auf die Seite, veränderten die Dimensionen, fügten ein paar Star Wars-ige Details hinzu, und schon hatten sie… ein Fluggerät, das in seiner asymmetrischen Aufteilung stark an den B-Wing aus Die Rückkehr der Jedi-Ritter erinnert. Einen schönen Nikolaus-Tag!

Lego-Adventskalender Resistance Truppentransporter
Felsiger Untergrund: Der Pilot des Truppentransporters hätte sich ruhig einen ebeneren Landeplatz aussuchen können. Aber manchmal geht’s halt nicht anders. Das asymmetrische Design des Fluggeräts erinnert übrigens ein bisschen an den B-Wing.
7. Dezember

Guten Appetit: Ob das wohl eine Porg-Keule ist, die Chewie da übers Feuer hält? So sehr der Film Die letzten Jedi auch gescholten worden ist (übrigens nicht ganz zu Unrecht), so hat Regisseur Rian Johnson doch ein paar nette subversive Ideen eingebaut. Das kleine Grillfest unseres Lieblings-Wookies, bei dem der einfach die niedlichen Porgs auffuttert, war sicherlich ein kleines Highlight der achten Episode aus der Skywalker-Saga. Wer kommt schon darauf, solche Wesen, die sich doch bestimmt bestens für das Merchandise-Geschäft eignen, einfach zu brutzeln? Ansonsten bleibt festzuhalten: Chewbacca ist eine sichere Bank als Lego-Figur. Immer gerne genommen. Vor ein paar Jahren gab es den Wookie übrigens in einer komplett weißen Schnee-Version im Lego-Adventskalender.

Lego-Adventskalender Chewbacca
Wohl bekomm’s! Chewbacca am Lagerfeuer mit Keule. Wohl eine Porg-Keule aus Die letzten Jedi. Da wird einem doch gleich ganz heimelig. Kann es übrigens sein, dass die ganz offensichtlich als Merchandise-Artikel entworfenen Porgs vor zwei Jahren ein kleiner Flop gewesen sind? Nein, wir sind nicht schadenfroh…
Lego-Adventskalender: Chewbacca
Elch, oder was?!? Chewbacca war dieses Jahr dabei, als es um den Kauf von Weihnachtsschmuck ging. Und plötzlich bekam er tierische Gesellschaft. Überflüssig zu erwähnen, dass auch die Kunden im Laden etwas irritiert geschaut haben – wegen der Elche natürlich, nicht wegen des Wookie!
8. Dezember – 2. Advent

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Aber: Was soll das denn sein? Ok, ich habe mal mein Abstraktionsvermögen auf 150 % gedreht, dann wird Luke Skywalkers Insel auf dem Planeten Ahch-To daraus. Luke verbrachte dort viele Jahre im Exil als Eremit und hatte als Hauptbeschäftigung (in loser Reihenfolge): aufs Meer rausstarren, Seekühe melken, granteln und meckern. Und vor allem hat er eine bemerkenswerte Gleichgültigkeit entwickelt, was das Schicksal der Galaxis im Allgemeinen und seiner alten Freunde im Besonderen angeht. Egal. So enttäuschend die Story-Entwicklung bei der Sequel-Trilogie ausgefallen ist, so enttäuschend fällt auch das Gimmick aus dem Lego-Adventskalender ausgerechnet am 2. Advent aus. Trotzdem: Wir wünschen einen wunderschönen Feiertag (bei November-Wetter)!

Lego-Adventskalender
Urlaubsinsel von oben: Ahch-To Island diente Luke Skywalker viele, viele Jahre als Heimstatt im Exil. In der Lego-Mikro-Variante benötigt man aber eine Menge Fantasie, um das Eiland auch wirklich als solches zu erkennen. Wenn schon abstrakt, dachten wir uns, dann richtig. Und haben mal das Blaulicht angeworfen.
9. Dezember

Wir bleiben noch ein bisschen auf Ahch-To. Heute bekommen wir Besuch von Luke Skywalker d.Ä., also dem ollen Grummelkopp aus Die letzten Jedi. Die Darstellung von Mark Hamill zählte sicherlich zu den Highlights des Films. Sowieso war der Handlungsbogen auf der Insel sehr nett geraten, auch und gerade weil man noch ein bisschen über die Jedi und die Macht erfahren hat und weil Yoda einen Gastauftritt absolvieren durfte. Ein großer Schwachpunkt der bisherigen beiden Sequel-Filme ist übrigens der Umgang mit den Altstars. Ob Harrison Ford nun seinen Heldentod selbst wollte oder nicht: Man wartet doch nicht 35 Jahre, um alten und liebgewonnenen Charakteren beim Sterben zuzuschauen. Hamill war ja auch etwas unzufrieden mit seiner Rolle. Was den Lego-Adventskalender angeht… Hand aufs Herz: Wie Mark Hamill sieht die Figur nicht aus. Aber wie schon häufiger gesagt, Fantasie ist alles.

Lego-Adventskalender Luke Skywalker
Alter weiser Mann: Luke Skywalker – hier als Lego-Figur – darf auf einem Stein Platz nehmen – hier ein Tigerauge – und findet die Erleuchtung. Es bleibt zu hoffen, dass es in Rise of Skywalker noch mal ein Wiedersehen mit Mark Hamill gibt.
10. Dezember

Heute gibt es im Lego-Adventskalender etwas zu sehen, das es eigentlich kaum zu sehen gab. Wir erinnern uns: In Das Erwachen der Macht wollen Rey und Finn zusammen vor der Ersten Ordnung vom Niima-Außenposten auf Jakku fliehen. Rey will dazu einen „Quad-Jumper“ nutzen. Nur dummerweise jagt ein angreifender TIE Fighter das Fluggerät in die Luft, bevor die beiden es erreichen – und bevor es überhaupt in voller Pracht ins Bild kommt. Schade eigentlich, denn das Design des sogenannten Quadrijet Transferschleppers finde ich ziemlich gelungen. Mit seinen vier Triebwerken erinnert es auch ein gutes Stück an die Pod-Renner aus Die dunkle Bedrohung. Naja, im Film war das wohl ein Opfer, das zu erbringen war, denn sonst wären die beiden Protagonisten nicht im Rasenden Falken gelandet. Das Lego-Modell ist wieder ein bisschen abstrakt, insbesondere die Cockpit-Sektion…

Lego-Adventskalender Quad-Jumper
Flieger im Sand: Der Quad-Jumper ist im Film Das Erwachen der Macht auf Jakku anzutreffen und damit auf einem Wüstenplaneten. Was bietet sich also mehr an als ein kleines Fotoshooting in der Wüste hier gleich um die Ecke?
11. Dezember

Na, das haben wir uns doch schon immer gewünscht: Ein Lasergeschütz vom Todesstern für den Büro-Schreibtisch. Hilft gegen unliebsame Kollegen und Kunden, die mit Auftrag drohen. Oder daheim im Wohnzimmer, wenn die Schwiegermutter zu Besuch kommt. Aber ernsthaft: Eigentlich gibt es nichts zu meckern, der Geschützturm sieht auch in der Mikro-Ausgabe sehr anständig aus. Schmückend ist er trotzdem nicht, sondern würde sich nun mal besser auf der Oberfläche des Todessterns machen. Wenigstens war im aktuellen Lego-Adventskalender auch schon ein X-Wing versteckt, damit kann man eine nette kleine Szene nachstellen, die entfernt an Luke Skywalkers Angriff auf den ersten Todesstern erinnert. Wer daheim das Todesstern-Set von Lego herumstehen hat, kann es sicherlich auch mit diesem Goodie kombinieren. Allen Star Wars-Unkundigen, die zu Besuch kommen, kann man das Teil sicherlich auch als moderne Kunst verkaufen.

Lego-Adventskalender Todesstern Lasergeschütz
Weihnachten, das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit, des Sternenkriegs… Zugegeben: Die feierlich-friedlichen Advents-Accessoires passen nur bedingt zum kriegerischen Lego-Gimmick. Aber keine Sorge: Dieser Geschützturm vom Todesstern schießt nur mit Puderzucker (auf das Fluggerät, das da unten ins Bild kommt).
12. Dezember

Gestern hatten wir einen Geschützturm vom Todesstern, heute kommt das passende Personal dazu: ein Death Star Gunner. Eigentlich handelt es sich bei diesen Genossen um Imperial Gunners, da sie generell die Kanonen auf imperialen Kampfschiffen bedienen. Aber man hat sie im Film Eine neue Hoffnung eben nur auf dem Todesstern gesehen, und wie heißt es so schön: The name is the game (und andersrum). Schließlich hantieren die Death Star Gunners mit den größten Kanonen, die das Galaktische Imperium bis dahin zu bieten hatte (irgendwann kam dann die Starkiller-Basis dazu, aber darüber müssen wir echt nicht sprechen…). Das markanteste Ausrüstungsstück an den Imperial Gunners dürfte übrigens ihr Helm sein: Der Star Wars-Kanon besagt, dass der Sehschlitz der Helme so schmal ist, um die Augen ihrer Träger vor den ganzen Lichtblitzen der Laserwaffen zu schützen, die sie bedienen. Die bekanntesten Death Star Gunners sind übrigens die damaligen ILM-Modellbauer Joe Johnston (heute Regisseur) und GrantMcCune, die in Eine neue Hoffnung die Uniform trugen.

Lego-Adventskalender Death Star Gunner
Todesstern? Nein, Weihnachtsstern! Dieser Death Star Gunner ist bereits in Weihnachtslaune und geht seinen Job mal etwas weniger martialisch an. Außerdem steht ihm die Farbe Lila mindestens ebenso gut wie seinem Kollegen, den wir vergangene Woche vorgestellt haben.
13. Dezember

Lange vor Baby Yoda, da waren die Porg. Lange vor den Porg, da war BB-8. Lange vor BB-8, da waren die Ewoks. Und lange vor den Ewoks, da war… ja, R2-D2 zählt gewissermaßen auch zu den besonders liebenswerten Knuddelviechern aus Star Wars. Aber ein ganz herzallerliebstes Geschöpf in der Sternenkrieg-Saga ist der MSE-6-Series Repair Droid – auch Mouse Droid genannt. In der vierten Episode Eine neue Hoffnung hat ein Vertreter dieses kleinen fahrenden Etwas einen so denkwürdigen Auftritt, dass es etwas verwundert, warum Disney das Ding noch nicht fürs Merchandising ausgeschlachtet hat. Wie auch immer, laut Star Wars-Kanon wurden die Droiden auf den Todessternen und auf Sternzerstörern für Wartungsarbeiten und Botendienste genutzt. Tja, heute hat fast jeder so ein Teil zum Staubsaugen daheim. Der Lego-Adventskalender hat mich übrigens überrascht, denn ich fand zwei Päckchen für Mouse Droids hinter dem 13. Türchen. Wohl doch kein Pech am Freitag, dem 13…

Lego-Adventskalender: Stormtrooper und Mouse Droids
Das gehört doch fest zur Popkultur: ein grauer Gang, markante Leuchtbänder, ein Stormtrooper und Mouse Droids. So denkt man sich das Imperium. Von den kleinen Robotern waren heute gleich zwei im Lego-Adventskalender.
14. Dezember

WALL·E, bist du’s?!? Nein, wohl eher nicht. Was hier in der Lego-Mikrovariante beinahe so um die Ecke guckt wie der beliebte Pixar-Roboter, ist tatsächlich ein Panzer. Und nicht irgendeiner, sondern der NR-N99 Persuader-Class Droid Enforcer, wegen seiner markant-buckligen Form auch „Schnecken-Panzer“ genannt. Frühere Versionen hatten ein eigenes Droiden-Gehirn, später saß ein Kampfdroide in dem Ding am Steuer. Sehen konnte man den N99 in Angriff der Klon-Krieger bei der Schlacht auf Geonosis und schließlich in Die Rache der Sith bei der finalen Schlacht auf Kashyyyk. Und damit können wir feststellen: Erstmals hat sich in diesem Jahr ein Utensil aus der Prequel-Trilogie in den Lego-Adventskalender verirrt. Hat lange auf sich warten lassen. Naja, wir befinden uns in der Zeit rund um den Kinostart von Der Aufstieg Skywalkers, da läuft die Marketing-Maschinerie natürlich Richtung Sequel-Trilogie.

Lego-Adventskalender: N99 Panzer
Weihnachten auf Kashyyyk: Irgendwie sehen die Bäume auf dem Wookie-Planeten so festlich geschmückt aus. Deshalb hat der N99-Panzer auf dem Foto auch vorerst Frieden geschlossen mit Chewbacca.
15. Dezember – 3. Advent

Jetzt hab‘ ich’s! Lego arbeitet zusammen mit Disney an einer geheimen Invasion! Ein Battle Droid war nun wirklich in fast jedem Lego-Adventskalender, und zwar in unveränderter Ausführung. Und siehe da, nach einigen Kalendern hat man bereits einen kleinen Trupp nebst Anführer zusammen. In fünf weiteren Kalendern startet dann die große Machtübernahme! Jawohl! Naja, oder auch nicht, denn in den Prequels zeichneten sich die Blechbüchsen eher durch Unvermögen aus. Aber die Masse macht’s bekanntlich. So richtig in Aktion waren die Kameraden auf Geonosis zu sehen, wo sie die Jedi als schlichte Übermacht erdrückten (mit Hilfe einiger höher entwickelter Kollegen). Grund genug, heute mal eine kleine Szene nachzustellen. Morgen gibt’s dann hoffentlich was Neues… Wir wünschen einen schönen 3. Advent! (Übrigens lag genau am heutigen Datum vor einem Jahr eine dichte Schneedecke, heute ist es dagegen frühlingshaft.)

Lego-Adventskalender: Battle Droids
Nanu? Was ist das denn? Weihnachtssterne und Weihnachtskugeln auf Geonosis? Naja, egal, dieser kleine Trupp Battle Droids nimmt das zum Anlass für eine kurze Pause.
16. Dezember

Ein Elefant… Also, theoretisch haben wir hier einen Elefanten. Wenn man beide Augen zukneift und sich einen vorstellt. Im Lego-Adventskalender war heute ein MTT, kurz für: Multi-Truppen-Transport. Wir erinnern uns an die Prequels, genauer an Die dunkle Bedrohung und die Invasion der Handelsföderation auf Naboo. Dort kamen die Transporter zum Einsatz und brachten Massen von Kampfdroiden auf die Oberfläche des Planeten. Was nun den Elefanten angeht: Die Produktions-Designer ließen sich beim MTT von dem Körperbau der Dickhäuter inspirieren. Die hohe, dicke Stirn und tiefliegende Laserkanonen als Stoßzähne sowie die Ausbuchtungen an den Seiten als Ohren lassen sich beim Original im Film erahnen. Beim Lego-Mikromodell ist das allerdings ungleich schwieriger. Meine persönliche Meinung übrigens, auch wenn sie niemand hören will: Sci-Fi-Designs, die auf tierischen Formen basieren, haben mich noch nie sonderlich angemacht.

Lego-Adventskalender: Multi-Truppen-Transport
Kommen wir zur Theorie… Also, in der Theorie ist das kleinen braune Ding auf dem Foto ein Truppentransporter der Handelsföderation mit einer Klappe an der Vorderseite, durch die Kampfdroiden aus dem Inneren ins Freie kommen. Aber in der Theorie ist die gemaserte grüne Plastikfläche auch saftig-frischer Rasen auf Naboo…
17. Dezember

„Nicht schießen! Da ist kein Lebewesen an Bord!“ – Ja, die Story vom Sternenkrieg hätte sehr schnell vorbei sein können, hätten ein paar Imperiale schneller geschaltet und hätten die Sensoren des Imperiums wenigstens zwei Droiden an Bord der Rettungskapsel erkennen können. Aber das Imperium funktionierte schon damals mehr wie ein moderner Konzern, sprich: bloß keine eigenen Entscheidungen treffen, die Schuld schnell auf einen anderen abschieben und vor allem Ressourcen sparen. Heute war also die berühmteste Rettungskapsel der Kinogeschichte im Lego-Adventskalender. C-3PO und R2-D2 bringen sich damit beim Angriff auf Prinzessin Leias Tantive IV in Sicherheit und bruchlanden prompt auf Tatooine, wo sie einem gewissen Luke Skywalker über den Weg laufen. Wenn man das so hört… Nein, Das Erwachen der Macht kopiert in keinster Weise die Story von Eine neue Hoffnung! (Vorsicht, Ironie!)

Lego-Adventskalender: Rettungskapsel
Rettungskapsel Ahoi! Mit dem kleinen Ding hatten sich einst C-3PO und R2-D2 in Sicherheit gebracht, als die Tantive IV (im Hintergrund) von Prinzessin Leia vom Imperium angegriffen wurde. Joah, auch im Mini-Modell ganz nett.
18. Dezember

So, kommen wir mal zum Rebellen-Soldaten. Den sehen wir am Anfang von Eine neue Hoffnung an Bord von Prinzessin Leias Tantive IV in seiner typischen grau-blauen Uniform. Also so, wie er auch heute im Lego-Adventskalender zu finden ist. Was die Frage aufwirft: Wenn diese Uniform tatsächlich die typische Rebellen-Uniform ist, warum erzählt Prinzessin Leia dem Darth Vader dann davon, sie sei – als Prinzessin von Alderaan – auf diplomatischer Mission? Dann müssten auf ihrem Schiff ja Alderaanische Soldaten in Alderaanischen Uniformen sein. Wenn das allerdings wirklich Alderaanische Uniformen sind, warum tragen dann später alle Rebellen-Soldaten auf Yavin IV auch diese Uniformen? Fragen über Fragen… Was den Lego-Adventskalender angeht: Die Figur gab’s schon mal vor ein paar Jahren. Scheint ein Recyclingkalender zu sein, auch mit Blick auf die wiederverwendeten Battle Droids.

Lego-Adventskalender: Rebellen-Soldat
Im Doppelpack: Den Rebellen-Soldat gab es schon vor einigen Jahren im Lego-Adventskalender. Und nun noch mal. Einerseits enttäuschend. Andererseits kann sich der eifrige Sammler eine kleine Armee zusammenstellen – bis er 80 ist.
19. Dezember

ICH BIN BATMAN! – Naja, der Spruch kommt mir jedenfalls in den Sinn, wenn ich mir das heutige Gimmick aus dem Lego-Adventskalender anschaue. Das Ding ist zwar ein Mynock, bekannt aus Das Imperium schlägt zurück, aber in der Lego-Variante versprüht es irgendwie Fledermaus-Vibes. Kein Wunder, denn der Konzeptkünstler Ralph McQuarrie (R.I.P.), ohne den Star Wars niemals so ausgesehen hätte, wie es aussieht, hat sich beim Design der Viecher von Fledermäusen inspirieren lassen. Ansonsten muss man wohl nicht viel dazu sagen, Mynocks sind seit ihrem kurzen, aber markanten Auftritt im Film legendär und ein Star Wars-Äquivalent für etwas Ekliges. Ansonsten sind die Metallfresser für Raumschiffe wohl das, was Marder für Autos sind. Mal sehen, wo wir das kleine Lego-Modell aufhängen – und ob wir das überhaupt tun…

Lego-Adventskalender: Mynock
Nicht schön, aber unverwechselbar: ein Mynock. Genauer: ein Lego-Mynock. Der schmückt hier das Weihnachtsgesteck. Und da Mynocks gemeinhin nicht mit dem Adjektiv „schmückend“ bedacht werden, kriegt dieser hier Verstärkung von einem Schmetterling.
20. Dezember

Hohoho, wir näher uns mit großen Schritten dem Heiligabend. Die letzte Vorweihnachtswoche ist nun so gut wie rum. Zeit also, die dicken Geschütze aufzufahren. Zum Beispiel die große Ionen-Kanone der Rebellenbasis auf dem Eisplaneten Hoth aus Das Imperium schlägt zurück. Im Star Wars-Kanon wird das Ding als v-150 Planet Defender bezeichnet, von Fans wird es dagegen aufgrund seiner… nun, seiner markanten Form liebevoll als „Giant Boob-Nipple Gun“ (Pardon!) bezeichnet. Das gute Stück basiert natürlich mal wieder auf einem Design von Ralph McQuarrie, von wem auch sonst. Die Ionen-Kanone konnte mit einem einzigen Schuss ganze Sternzerstörer außer Gefecht setzen – was natürlich die Überlegungen provoziert, ob die Rebellen das Ding nicht einfach horizontal hätten ausrichten und auf die angreifenden AT-ATs feuern lassen können. Tja, Nerd-Gedanken…

Lego-Adventskalender: Ionen-Kanone
Ja, das sieht doch aus wie… na, wie… nein, nicht wie eine große Brust mit Nippel. Was Fans auch immer denken… Beim heutigen Modell aus dem Lego-Adventskalender handelt es sich um die Ionen-Kanone der Rebellenbasis auf Hoth. Und im Hintergrund schaut ein überdimensionaler Zaungast vorbei.
21. Dezember

Die ersten Geschenke sind gepackt, die ersten Päckchen verschickt. Und ein weiteres Türchen geöffnet. Dahinter verbirgt sich ein Cloud Car – also ein Wolkenauto. Genaue Bezeichnung: Storm IV Twin-Pod Cloud Car. Mit der Bezeichnung „Römisch 4“, also „IV“, scheint man es im Star Wars-Universum zu haben… Wir erinnern uns: Ein paar Cloud Cars bereiteten dem Millennium Falcon einen herzlichen Empfang, als er sich der Wolkenstadt auf Bespin näherte. Die Piloten klangen da per Funk relativ angepis… angefressen, jawohl, angefressen. Naja, wenn man in solchen komischen Fluggeräten herumeiern muss, hebt das wohl auch nicht die Stimmung. Denn die Praktikabilität des Designs hat sich mir nie erschlossen. Wer steuert? Wer navigiert? Wer schießt? Naja, Nerd-Gedanken. Der Lego-Adventskalender ist übrigens auch in diesem Punkt mal wieder redundant: Das Cloud Car gab es schon und vergangenes Jahr sogar Cloud City.

Lego-Adventskalender: Cloud Car
Immer zu zweit sie sind… Nein, dieses Mal keine Sith, sondern das Twin-Pod Cloud Car aus Das Imperium schlägt zurück. Zwei Cockpits, verbunden durch ein Triebwerk, zwei Piloten – na, wer macht das was? Egal. Im Hintergrund wartet übrigens Cloud City – zusammen mit den ersten verpackten Geschenken.
22. Dezember – 4. Advent

Der Baum steht! Und ist geschmückt! Jetzt kann Weihnachten endgültig kommen. Im Lego-Adventskalender war allerdings einer dieser schlechtgelaunten Cloud Car-Piloten, von denen wir gestern gesprochen haben. Und der hat natürlich direkt den Weihnachtsbaum besetzt. Zu dem Otto gibt es eigentlich wenig zu sagen: Seine Uniform und sein Helm sind genauso „Disco“, wie es auch Cloud City gewesen ist. Heute verströmt das alles aber ein sehr schön zeitloses Retro-Feeling. Als Kenner-Figur war der Pilot damals übrigens weit faszinierender als die Lego-Version heute. Aber nicht falsch verstehen: hübsches Figürchen. Wir wünschen einen schönen 4. Advent!

Lego-Adventskalender: Cloud Car Pilot
Da ist ein Mann im Baum! Oder zumindest ein Figürchen. Pünktlich zum vierten Advent steht der Weihnachtsbaum und ist auch schon geschmückt. Der Cloud Car-Pilot aus dem Lego-Adventskalender hat sich gleich mal dort eingenistet.
23. Dezember

Einmal werden wir noch wach… Heißa, heute ist ein Droide im Lego-Adventskalender. Doch nicht irgendeiner. Sondern ein Droide, der genauso heißt, wie er klingt: der Gonk-Droide. Zu finden ist dieser laufende Kasten in beinahe allen Star Wars-Filmen, seinen ersten denkwürdigen Auftritt hatte er aber bereits zu Beginn des Ur-Star Wars-Films Eine neue Hoffnung an Bord des Sand Crawlers der kleinen Jawas. „Gonk. Gonk.“, hat er da von sich gegeben und sofort seinen Namen weg gehabt. Laut Kanon hat das Ding auch eine ganz ähnliche Bezeichnung: GNK Power Droid. Im Grunde sind die Droiden wandelnde Power Banks, nur dazu da, andere Roboter oder auch Raumschiffe aufzuladen. Tja, in den 70ern, als Star Wars entstand, konnte man sich wohl noch nicht vorstellen, wie klein solche Teile heute gebaut werden können. Nur Raumschiffe wie in Star Wars haben wir noch nicht. Dafür steht Heiligabend 2019 vor der Tür…

Lego-Adventskalender
Gonk! Gonk! Der GNK Power Droid hat sich einen Tag vor Heiligabend schon mal für die Bescherung schick gemacht. Wie ein kleines Geschenkpaket kommt er daher. Passt damit gut zu den anderen Geschenken, die bereits gepackt sind.
24. Dezember – Heiligabend

Frohe Weihnachten! Es ist vollbracht! Das letzte Türchen ist geöffnet, der Heiligabend bricht so langsam an. Vorher zeigen wir noch schnell, was heute im Lego-Adventskalender gewesen ist: ein Porg. Aber nicht irgendeiner, sondern ein Weihnachtsporg in Nikolaus-Montur. So durfte der heute auch mit in den Dom und sich das dortige Treiben anschauen (es herrschte ja schon Hochbetrieb – aufgeregte Kinder, strenge Mütter, fröhliche Großeltern, interessante Verteilung…). Die Porgs sind ja an sich so eine Sache: Zunächst wirkte es so, als habe Disney die kleinen Viecher – eine Mischung aus Robbe, Papageientaucher und Mops – als kalkuliertes Merchandising in den Film Die letzten Jedi gedrückt. Aber letztlich ging Regisseur Rian Johnson recht subversiv mit den notorisch ängstlich schauenden Tierchen um und ließ sogar eines von Chewbacca grillen. Das bringt uns drauf, dass der Weihnachtsbraten wartet…

Lego-Adventskalender: Weihnachts-Porg
Großer Dom, kleiner Porg: Das Weltraum-Vögelchen aus Die letzten Jedi versteckte sich heute hinter dem letzten Türchen im Adventskalender und durfte sogar mit in die Kirche. Dafür war der Porg auch richtig angezogen…

*Ausgehend vom 1. Dezember natürlich…

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